15 JAHRE ATEMPAUSE



Erste Begegnung mit Yoga

Meine erste Yoga-Begegnung hatte ich mit Mitte 30. Ich besuchte, wie so viele damals, einen VHS-Kurs, um Yoga überhaupt erstmal kennen zu lernen. Aus welchen Gründen auch immer, ich fand keinen Zugang. Heute rückblickend erscheint es mir schon unglaublich – aber damals war es so.

Yoga mit Begeisterung

Jahre später 2008, als Mitglied bei Pohlmann-Fitness, startete ich den 2. Versuch. Von der ersten Stunde an war ich beeindruckt. Ich fühlte mich sowohl auf körperlicher wie mentaler Ebene einfach nur noch wohl und begeisterte mich immer mehr. Eine wirklich tolle Erfahrung. Der Yoga-Dienstagabend-Kurs wurde zum Höhepunkt der Woche. Selbst im Urlaub habe ich jede Gelegenheit wahrgenommen, auch andere Yogaschulen zu erkunden.

Yoga war in meinem Kopf und damit in meinem Leben ein ausgesprochen wichtiger und nicht verzichtbarer Bestandteil.

Und ich wollte mehr über Yoga erfahren.



Die Yoga-Entscheidung

Im März 2009 begann ich die 4-jährige Ausbildung zur Yogalehrerin im Yogaforum Düsseldorf BDY/EYU.

In Vorbereitung auf meine erste Lehrprobe brauchte ich Probanden zum Üben. So unterrichtete ich im Keller unseres Hauses Freunde und Familienangehörige, die mich bereitwillig unterstützten. Danach wusste ich, dass ich diesen Weg beruflich einschlagen wollte. Zu meiner bisherigen Tätigkeit von zuhause aus als Erziehungsstellenmutter mit drei Jungs bot sich mir diese Möglichkeit an.

Arnold hat mich uneingeschränkt ermutigt, bestärkt und unterstützt.

Was wollte ich mehr?

Der Plan war perfekt und die Sache beschlossen.



Die ATEMPAUSE entsteht

Und dann ging es Schlag auf Schlag. Die Gründung der ATEMPAUSE mit der Gewerbeanmeldung im Februar 2010 war amtlich. Sofort startete ich 3 Kurse mit jeweils 3 Schülern in einem Zimmer unseres Hauses. Schnell war klar, der Platz reicht nicht für die Nachfrage. Also richtete ich den großen, schönen Anbau mit seiner Wohnfühl-Atmosphäre ein. Das gab mir die Möglichkeit, das Kursangebot zu erweitern und mehr Schüler aufzunehmen.

Arnold als Dipl.-Sportlehrer hatte sich zwischenzeitlich zum Faszientrainer ausbilden lassen und so konnten wir, was damals in Langenfeld noch völlig neu war, Kurse mit Blackroll + Co anbieten. Auch die Nordic-Walking-Treffen unter Arnolds Anleitung fanden guten Zuspruch.                                               


Nomadenjahre der ATEMPAUSE

2014 vergrößerten wir uns und zogen in wunderschöne, großzügige Räume an der Hans-Böckler-Straße. Alles war so, wie wir es uns gewünscht hatten. Im dritten Jahr unserer Anmietung zog direkt unter unseren Räumen ein Cross Fit Studio ein und mit diesem Tag war es mit der Ruhe vorbei. Der dort erzeugte Lärm brachte unsere Räume zum Beben.

Ganz schnell mussten andere Räume her.

2017 renovierten wir mit viel Kosten und Aufwand neue Räumlichkeiten im Einkaufszentrum Langfort. Wir kamen vom „Regen in die Traufe“. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der erste Wasserschaden ereilte uns nach 3 Wochen, das schöne neue Korkparkett war zerstört, der Yogaraum stand unter Wasser, zeitweise fingen wir mit einem großen Kinderplanschbecken die Wassermassen auf. Letztlich kam durch Regen irgendwann die Decke runter und alles war zerstört.

Ganz schnell mussten andere Räume her.

2018 fanden wir neue Räumlichkeiten, wieder an der Hans-Böckler-Straße. Hier sind wir bis heute und die ATEMPAUSE mit ihren Teilnehmern hat ein Zuhause gefunden, in dem man sich wohlfühlen kann.


Was Yoga mit mir gemacht hat

Auch nach so langen Jahren ist es das, was ich immer noch spüre – auch wenn ich unterrichte:

Yoga nimmt den „ganzen Menschen“.

Es zwingt mich dazu, auch mal innezuhalten, mich zu spüren, mich wahrzunehmen. Es kann mich sportlich fordern und mich Minuten später wieder runterbringen. Es hat immer Beides: die Anspannung und die Entspannung. Das Halten in einigen Übungen fordert mich sehr; ich merke, wie ich Stärke aufbaue. Ich habe meinen Körper kennen gelernt und spüre sofort, wenn mein Herz mal stolpert. Ich schule mein Gleichgewicht und kann Stille genießen. Meditation hilft mir mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen und sie anzunehmen. Und ich bin immer noch so beweglich wie vor 30 Jahren.


Yoga ist die Reise des Selbst durch sich selbst zu sich selbst.

Der schönste Beruf der Welt

Wer kann schon von sich sagen: er habe den schönsten Beruf der Welt?

Sicher nur der, der seinen Hafen gefunden hat.

Wer seinen Traumberuf hat, der muss niemals mehr arbeiten.

So geht es mir und das macht mich dankbar und glücklich.

Ich arbeite weiter an Fortbildungen.

Yoga hört für mich nie auf.

Wie schnell die Zeit vergeht

Nun gibt es die ATEMPAUSE schon 15 Jahre. Viele meiner Schüler kenne ich von Anfang an.

Das schafft ein ganz besonderes Verhältnis. Die Stimmung untereinander ist getragen von Herzlichkeit, gegenseitigem Respekt und Empathie. Wir spüren eine Fröhlichkeit, eine Lebendigkeit, aber auch eine wohltuende Stille, die voll von pulsierender Energie ist.

Was für eine wunderbare Erfahrung.

Mein Dank geht an alle Teilnehmer – ohne Euch gäbe des die ATEMPAUSE nicht.


Mein ganz besonderer Dank gilt Arnold,

der mich von Anfang an bestärkt, ermutigt und unterstützt hat.

Er ist der Geschäftsführer der ATEMPAUSE.

Auch wenn er durch seine Erkrankung nicht mehr „aktiv“ Kurse leiten kann, so regelt er Vieles im Hintergrund, was das Bestehen der ATEMPAUSE gewährleistet.


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